Aix-en-Provence Festival

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Ödipus Rex

Opern-Oratorium nach Sophokles in zwei Aufzügen
Musik von Igor Strawinsky
Libretto von Jean Cocteau
Aufgenommen beim Aix-en-Provence Festival Juli 2016.
In französischer Sprache mit englischen Untertiteln

Esa-Pekka Salonen  und Peter Sellars können auf eine lange gemeinsame und erfolgreiche Zusammenarbeit als Dirigent und Regisseur zurückblicken, darunter für Werke wie Wagners Tristan und Isolde, Messiaens Saint François d'Assise und Debussys Pelléas et Mélisande.

2009 haben sie als erste gemeinsame Arbeit in Los Angeles Strawinskys „Oedipus Rex“ und seine „Psalmen Symphonie“ auf die Bühne gestellt.  2016 wurde diese Produktion nun zum Aix-en-Provence Festival gebracht. Die französische Publikation „Diapason“ sprach dabei von "der totalen Verschmelzung an der Schnittfläche von Oper, Oratorium, symphonischer Musik, Tanz und darstellender Kunst."

Sellars wählt einen eklektischen Zugang, indem er für Oedipus Rex mit Hilfe von Skulpturen des äthiopischen Künstlers Elias Sime afrikanische Farben einfließen läßt,  wobei er sich für moderne Kleidung sowohl für Ödipus (Joseph Kaiser) als auch den Männerchor entschieden hat, aber für Königin Jocaste (Violeta Urmana) und den Erzähler - die junge französiche Schauspielerin Pauline Cheviller -  antike Gewänder benutzt.
 
Sellars verwendet auch nicht den von Cocteau für Strawinsky verfassten Text, sondern bedient sich bei Sophokles indem er aus Pauline Cheviller die Figur der Antigone macht, die Tochter von Ödipus. Sir Willard White verkörpert gleich drei Rollen - Kreon, Tiresias und den Boten -, während sich der Chor aus drei skandinavischen Chorensembles zusammensetzt. Das Londoner Philharmonia Orchester wird von Esa-Pekka Salonen  geleitet, der ihr Hauptdirigent und künstlerischer Leiter dieses berühmten Klangkörpers ist